Portraits


 

"Man muss sich auch die Frage stellen, wie soll Integration aussehen? Will man Vielfalt oder einheitliche Menschen haben? Es gibt doch auch innerhalb der österreichischen Bevölkerung keine einheitliche Kultur und Lebensweise. Parallelgesellschaften bilden sich dann, wenn Menschen sich ausgegrenzt fühlen. Und das fühlen sich leider viele"

"Emanzipation ist das Ausbrechen von Strukturen, die ich nicht haben will und die mich unterdrücken. Es gibt genug Frauen in Europa, die unter Strukturen leben, die sie einengen und diskriminieren. Deshalb sage ich: Frauen sind nicht gleichberechtigt, und die Frauenbewegung brauchen wir nach wie vor."

"Die Frauen in meiner Heimat haben meine Hilfe benötigt. Ich möchte auch in Österreich gern als Ärztin arbeiten, und bereite mich auf die Zulassungsprüfung vor. Momentan benötigen aber die Flüchtlinge meine Hilfe mehr. Für mich ist es nicht wichtig, woher die Burschen kommen, sie sind alle Flüchtlinge. Ich weiß, warum sie ihre Heimat verlassen...

Gespräch mit Christine Nagl, Projekt Pia: "Wenn sich Sexarbeiterinnen outen und der Gesellschaft zeigen, dass sie nicht vertrottelt sind, will man sie nicht sehen, weil sie unserer Gesellschaft einen Spiegel vors Gesicht halten. (...) Die Gesellschaft schaut gerne auf die Sexarbeiterinnen herab, weil die das offen und nicht versteckt machen."